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DESCRIPTION:Kämpfe um Anerkennung betreffen neben dem Recht\, gehört zu w
 erden\, regelmäßig auch den Anspruch\, geglaubt zu werden. In diesem Sin
 ne lautet eine sich chronifizierende Kritik an Strafverfahren nicht nur hi
 erzulande\, diese würden Aussagen einiger Perso­nen­grup­pen\, insbeso
 ndere von Verletzten in Sexual­straf­ver­fahren\, keinen angemessenen G
 lauben schenken. Diese Kritik berührt die Legitimität des Strafverfahren
 s und betrifft nicht allein empirische Umstände. Eine der einflussreichst
 en Ansätze in der Philosophie der Gegenwart\, die Theorie der episte­mi
 ­schen Ungerechtigkeit (epistemic injustice) von Miranda Fricker\, unters
 ucht Formen der Unge­rech­tig­keit in der Wissensproduktion und der Zeu
 genschaft. Mit dieser soll ein philo­so­phi­scher Blick auf das Strafve
 rfahrensrecht geworfen und der Frage nachgegangen werden\, inwieweit epist
 emische Gerechtigkeit als jedenfalls impliziter strafrechtlicher Verfah­r
 ens­grund­satz gelten kann. Darauf aufbauend werden zwei Konstellationen
  erörtert: Die sog. Unwahrannahme von Zeugenaussagen\, die der BGH in ein
 er Leitentscheidung zur Aussage­analy­tik aufgestellt hat\, sowie der re
 chtliche Umgang mit psychologischen Befunden zu Biases und Denkverzerrunge
 n\, die sich vor allem zu Lasten bestimmter Gruppen auszuwirken drohen. Au
 s beiden ergeben sich Reformvorschläge\, u.a. die Aufgabe der Unwahrannah
 me.\nVortragender: Dr. Jan Christoph Bublitz (Universität Hamburg)
LAST-MODIFIED:20231129T100329Z
LOCATION:Freiburg\, Fürstenbergstr. 19\, Raum: Seminarraum (F 113) | Gäst
 e sind herzlich eingeladen\; Anmeldung erbeten
ORGANIZER;CN="Max-Planck-Institut zur Erforschung von Kriminalität, Sicher
 heit und Recht":mailto:m.cordes@csl.mpg.de
SUMMARY:Gastvorträge „Gesellschaft: Status Quo und normativer Wandel“:
  Epistemic and Criminal Justice: The Economy of Witness Credibility in Ger
 man Criminal Procedural Law
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